Grundstückskauf, Notar & Handwerker


Nachdem wir “unser” Grundstück gefunden hatten, ging es zum Notar. Dieser wurde in unserem Fall vom Makler ausgesucht. Neben einer Grunderwerbsteuer von 6% des Kaufpreises (an das Finanzamt) gehen noch 6% des Kaufpreises Provision an den Makler, der Notar erhält 2% vom Grundstückspreis.

In der Regel sollte eine Beglaubigung inklusive Urkunde nicht länger als zwei Wochen dauern, zog sich bei uns aber etwas in die Länge. Grund dafür ist eine Grundstücksteilung: das Grundstück hatte eine Größe von ca. 840qm, wir kauften davon die Hälfte. Das bedeutete, das Grundstück musste neu vermessen werden (der Vermesser wurde vom Verkäufer organisiert und bezahlt) und danach neu ins Grundbuch eingetragen werden. Um die Grundbucheintragung kümmert sich die Stadt oder Gemeinde. Alles in allem nahm diese Chose ca. 2 Monate in Anspruch.

Nebenbei konnte man sich in Ruhe nach Böden und Fliesen umschauen (die nicht im Kaufpreis des Haus inbegriffen sind). Zur kurzen Erklärung: das Haus wird inklusive Fundament schlüsselfertig übergeben. Das bedeutet, dass das Haus voll funktionsfähig ist, außer: Wände müssen noch verputzt werden, Böden und Fliesen müssen gekauft und verlegt werden. Auch der Außenbereich liegt nicht im Zuständigkeitsbereich der Akost GmbH. 

Neben den Böden, Zaun, etc. haben wir uns ebenfalls auf die Suche nach Handwerkern gemacht, die für die Verlegung der Fliesen, Böden und dem Einbau der Küche zuständig sind.

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Kredit & Hausplanung

  
Parallel zur Grundstückssuche und zum Kostenplan sind die Kreditverhandlungen mit der Bank und die Hausplanungen natürlich ein erheblicher Faktor der Vorbereitungen.

Hausplanung: mit der Hausplanung haben wir als allererstes begonnen, da man ja zum einen wissen muss, was kostentechnisch auf einen zukommt und zum anderen, welche Grundstücksgröße überhaupt benötigt wird. Die Hausplanung mit Herrn Wimmer von der Akost GmbH verlief absolut reibungslos, schnell und angenehm. Herr Wimmer ist bis in die Abendstunden telefonisch erreichbar, beantwortet Emails sofort und berät sehr gut. Er bringt Geduld mit und vermittelt einem das Gefühl, dass der Kunde König ist. So standen die ersten Grundrisse sehr schnell, Details wurden eingearbeitet und man hatte binnen kürzester Zeit einen Kostenpunkt für das Haus zusammen, was wichtig für den Kreditantrag war. Die Maße des Hauses waren wichtig für die Grundstückssuche, man beachte 3m Mindestabstand zu allen Grundstücksgrenzen und zwei nachzuweisende Parkplätze bei einem freistehenden Einfamilienhaus.

Kredit: Wir entschieden uns für eine Zusammenarbeit mit der Sparkasse Darmstadt, die uns seit vielen Jahren als Kunden kennt und bei der ich ebenfalls mit meinem Geschäft Kunde bin. Neben einem gewissen Betrag, den man selbst einbringt, splittet sich unser Kredit in einen Sparkassenkredit und eine Förderung der KfW Bank. Diese Förderung wird einem ermöglicht, wenn man mindestens eine erneuerbare Energie in sein Bauvorhaben einbringt. In unserem Fall ist das Solarenergie zur Warmwassergewinnung. Die Anträge erledigt die Sparkasse, sodass man keine zwei “Gänge” hat, sondern alles in einem “Abwasch” erledigt bekommt. Der Antrag bei der Sparkasse war sehr unkompliziert, wir haben uns sehr gut beraten und ernstgenommen gefühlt.

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Grundstückssuche

  
Den Großteil unseres Lebens haben wir glücklich und zufrieden in Darmstadt verbracht. Aus der “Südhessen-Metropole” wegzuziehen war für mich gedanklich eher ein Problem als für meine Frau, die schon einen Teil ihrer Kindheit in Griesheim verbrachte. Als sich 2011 aber unser Sohn ankündigte, mussten wir unsere Wohnsituation vergrößern. Und plötzlich kam man erstmals in Berührung mit preislichen Extremunterschieden. In Griesheim bekamen wir wesentlich mehr für das Geld als in Darmstadt. Also zogen wir nach Griesheim und ich (als anfänglicher Kritiker) bereue diese Entscheidung nun nach über 4 Jahren keinen Moment. Uns beiden wurde bewusst, dass ein kleiner Ort mit gemütlichem und überschaubarem Ortskern, einer viel durchdachteren Infrastruktur, einer ruhigen und nicht-hektischen Atmosphäre und die Nähe zur Natur für eine Familie ideal ist. Als Pärchen war eine kleine Großstadt natürlich viel interessanter, aber das Leben mit Kind ist nunmal ein ganz anderes, sodass sich auch die Bedürfnisse verändern.

Es lag also auf der Hand, dass wir uns erstmal in Griesheim nach Grundstücken umschauen würden. Die Suche erfolgte über alle bekannten Online-Portale, sowie telefonisch über Makler und Immobilienfirmen vor Ort. Schnell wurde uns aber klar, dass die Grundstückspreise in Griesheim unbezahlbar sind, wenn man nicht ein Reihenhaus-Fertigpaket kaufen möchte. So schweifte unser Blick gen Odenwald. Die Entfernung sollte nicht größer sein als Griesheim-Darmstadt, die Stadt musste uns gefallen, die Preise bezahlbar sein. Bereits nach kurzer Suche entdeckten wir über ein Online-Portal ein wunderschönes Südhanggrundstück in Ober-Ramstadt, der Stadt der Farben.

Dieses Grundstück sollte es nun nach einiger Überlegung werden, womit wir zu den nächsten Schritten (Notar, Grundbucheintrag, Finanzamt, etc.) kommen werden.

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Erste Schritte…

  
Nachdem wir nun wussten WAS wir bauen wollten, war es an der Zeit einen Kostenplan zu erstellen. Was haben wir zur Verfügung, welche monatlichen Kosten können wir tragen, was darf das Grundstück kosten, etc.?

Vorab sei gesagt, dass man nie die Baunebenkosten unterschätzen sollte. Wir haben uns über das Internet und diverse Fachzeitschriften alle möglichen Kostenpunkte zusammengesucht, die einen erwarten könnten. Von der Grunderwerbsteuer bis hin zum Richtfest oder zum Dixiklo. Nachdem diese Liste stand, trugen wir (ebenfalls über’s Internet) alle Kosten im Schnitt zusammen. Alle Positionen wurden aufgerundet, einfach um überall einen Puffer zu haben. Und es wird sich im Laufe dieses Blogs herausstellen, dass wir gut daran getan haben.

Zwei Beispiele: 1. ein Bauherr schreibt, er hätte 6.000€ für die Hausanschlüsse ausgegeben, ein anderer 8.000€, ein Dritter 9.000€. Also haben wir für diese Position 10.000€ anberaumt. 2. Strom & Wasser für die Bauzeit: hier lesen wir Beträge von 700€ bis zu 1.200€. Also nahmen wir 1.300€ an.

Als diese Liste von ca. 30 Positionen erstellt war, wussten wir was uns für das Grundstück bleibt. So ging es dann auf Grundstückssuche, was sich nicht als allzu einfach herausstellte…

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Der Bau unseres Schwedenhauses in Ober-Ramstadt

  
Wir haben uns dazu entschieden, den Bau unseres Schwedenhauses über einen Blog zu dokumentieren, da uns andere Bauherren-Blogs unheimlich bei der Planung geholfen und einige Entscheidungen erleichtert haben. Deshalb möchten wir zukünftige Bauherren mit unserem Blog unterstützen, eben wichtige Informationen und Eindrücke zu erhalten, die ihnen sonst eventuell verwehrt geblieben wären.

Als kleine Familie mit schwedischen Wurzeln (das Bild oben zeigt unsere zweite Heimat an der schwedischen Westküste), entschieden wir uns für den Bau eines klassischen skandinavischen Holzhauses. Der Bau eines Holzhauses zeigt (in Deutschland) nicht nur Individualität, sondern bedient auch die Themen Nachhaltigkeit, Umwelt, Kosten und ein unvergleichliches Wohngefühl. Ich selbst bin einen Großteil meiner Kindheit in Holzhäusern in Schweden aufgewachsen und weiß den Unterschied zu “typisch deutschen Massivhäusern” zu schätzen. Unser Haus in Schweden, welches mein schwedischer Großvater in den 70er Jahren gebaut hat, hat uns schon viele Erfahrungen in Sachen Holzhaus gebracht, sodass wir wissen warum wir ein Holzhaus bauen.

Wie fängt man an? Nun, heutzutage sollte eine Google-Suche der erste Schritt sein. Die Suche nach Firmen, die in Deutschland eben solche Häuser bauen. Und wenn man schon ein klassisches Schwedenhaus baut, dann sollte es auch aus Skandinavien kommen und nicht in Deutschland produziert werden. Man vergleicht Firmen, Haustypen, liest Rezensionen und landet irgendwann dort, wo man sich am “wohlsten” fühlt.

Unsere Wahl fiel auf die Firma Akost GmbH, die die Fertighäuser importiert und hier aufbaut, ganz Salopp gesagt. Die Kundenrezensionen, die wir im Internet finden konnten, waren durchweg positiv, die Preise bezahlbar und der erste Kontakt sehr professionell. Nach kurzer Kommunikation kamen wir mit unserem persönlichen Berater des Baubüro Süd – Herrn Vitus Wimmer – zusammen, was wir nach einigen Monaten Planung und Zusammenarbeit nicht bereuen. Herr Wimmer arbeitet sehr schnell und zuverlässig, geht auf unsere Wünsche ein, berät sehr gut und die gesamte Kommunikation ist sehr nett. Bis jetzt können wir nur Positives über die Akost GmbH berichten.

Über die ersten Schritte nach dem Finden einer geeigneten Baufirma werden wir in unserem nächsten Blogeintrag berichten.

So long, bis bald! 

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